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Orgelobjekt  Freiberg   Silbermann - Haus


 

Silbermann-Haus
Gottfried-Silbermann-Gesellschaft e.V.
Schloßplatz 6
09599 Freiberg


Die Klangvielfalt einer Orgel wird durch ihre Register bestimmt. Anzahl und Form der Pfeifen bestimmen den Klangreichtum. Um dem Museumsbesucher ein Beispiel zu geben, wie man durch Registrierung einer Orgel den Klang eines Musikstückes beeinflussen kann, entwickelte Albrecht Koch die Grundidee zu einem Objekt, welches Musikstücke mit verschiedenen Registrierungen über Lautsprecher abspielen soll. Nach vielen Gesprächen schlug ich noch eine Erweiterung vor. Die Register, die normalerweise nur ein- und abgeschaltet werden, sollen nun auch kontinuierlich in der Lautstärke geregelt werden können. Je nachdem wie weit man den Registerzug aus dem Gehäuse zieht, verändert sich auch die Intensität des Klanges. Das heißt, ungeahnte und nie in der Realität vorkommende Orgelklänge können erzeugt werden indem man z.B. ein von Natur aus lautes Register leise stellt und ein leises Register laut. Ebenso kann man dadurch einen normalerweise sehr dominanten Klang, z. B. ein Zungenregister, nun auch als leise Begleitung zu einem sanfteren Grundklang hinzufügen, usw.. Die Besucher können ihre eigene Kreativität nutzen und ganz neue Klangmöglichkeiten finden. Mit einer Lichtinstallation, die im Sichtkasten das jeweilige Registerfoto ja nach aktueller Spiellautstärke beleuchtet, möchte ich den für Publikum ansonsten nicht zugänglichen Innenbereich der Orgel im Freiberger Dom sichtbar machen.

Es wurden zwei Orgelstücke 13 mal mit jedem Registerklang einzeln von Clemens Lucke an der Großen Orgel von Gottfried Silbermann 1711/14 eingespielt. 2020

Stücke: Präludium F-Dur BWV556 und Jesus bleibet meine Freude BWV 147

Clemens Lucke an der Orgel, Thomas Wieber: Klangregie, Erwin Stache (v.l.n.r.)



Wo sind welche Register?

  1+2    Oberwerk Principal 8F

3     Pedal Principal 16F

4     Hauptwerk Principal 8F

5     Brustwerk Principal 4F





Hauptwerk von oben nach unten


6     Bordun 16F
7     Rohrfl 8F
8     Octava 4F
9     Quinta 3F
10   Octava 2F
11   Tertia
12   Mixtur 4f
13   Cymbeln 3f
15   Trompete 8F
16   Clairon 4F

Brustwerk von rechts nach links

Gedackt 8F
(Principal 4 F im Prospekt)

Rohrflöte 4F
Nassat
Octava 2F
Tertia
Quinta 1 1/2 F.
Sufffl. 1F
Mixtur (3fach)

Register auf Fotos hervorheben





Arbeitsfotos 

aus der Werkstatt von 

Constantin Lindner



 

   


Arbeitsfotos   

Stache - Werkstatt


Distanzsensoren messen den Abstand der Registerzüge  bis zum Anschlag

Die einzelnen Kammern verhindern die gegenseitige Beeinflussung
der Sensoren. Lichtstreuungen und nicht gewollte Reflexionen werden vermindert.
Die hohen Töne werden indirekt abgestrahlt. Der Schall wird an einer Aluminiumplatte reflektiert und kommt so direkt zum "Orgelspieler"
Der Basslautsprecher hat seinen Rückraum im Fuß. Der Bassklang wird durch das Lochgitter nach unten abgestrahlt und verteilt sich im Raum. Dadurch sieht man von außen keinen Lautsprecher.